Die Milch macht´s…

So, jetzt gebe ich mal Gas. Luis schläft und weil er gerade einen extremen Wachstumsschub durchmacht, habe ich nicht all zu lange Zeit …

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Ich wusste ja schon immer, wie Ihr alle auch, dass Muttermilch gut fürs Kind ist, aber detaillierte Erkenntnisse von Forschern haben mich doch nochmal positiv überrascht. Die nehmen, u.a. in einem Forschungszentrum in Utrecht, seit über 30 Jahren die Muttermilch ganz genau unter die Lupe. Milupa hat mir netterweise diese Informationen zur Verfügung gestellt. Aus was genau besteht eigentlich diese Wundermilch, von der Mamas in der Stillzeit täglich bis zu 800ml (!!) produzieren?
Zu 87,5 % besteht Muttermilch aus Wasser. Das deckt den kompletten Flüssigkeitsbedarf des Babys, was mich total beruhigt. Ich hatte in den – bislang noch seltenen – sehr heißen Tagen oft die Sorge, dass Luis zu wenig Flüssigkeit bekommt und überlegt, zusätzlich etwas Wasser in die Flasche zu geben. In dieser Woche sollen die Temperaturen ja über die 30 Grad-Marke klettern, aber das brauch ich ja dann nicht zu machen 😉 Die übrigen 12,5 % der Muttermilch sind Kohlenhydrate, Fette und Proteine als Energielieferanten, sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und viele Immunstoffe, die vor Infektionen und Allergien schützen. Ich will unbedingt vermeiden, dass mein Sohn so viele Allergien bekommt, wie die Mama. Ich bin leider gegen sämtliche Tierhaare, Gräser und Pollen allergisch. Drei Monate hatte meine Mama mich damals gestillt. Ich werde sechs Monate durchziehen, um das Risiko zu minimieren (diese Zeitspanne wird auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF empfohlen).

Wichtig sind auch die Omgea-3-Fettsäuren mit dem Namen LCP, weil sie die Gehirnentwicklung, das Sehvermögen und den Stoffwechsel fördern. Wahnsinn, das Gehirn eines Säuglings wächst nach der Geburt 1 g pro Tag – in einem Monat sind das also schon 30 g!! Weil die Würmchen dieses LCP in den ersten Lebensmonaten nicht selbst ausreichend produzieren, sind sie besonders auf die Zufuhr durch Muttermilch angewiesen. Ihr könnt garantiert auch fast täglich dabei zu sehen, wie die kleinen Mäuse ihre täglichen Eindrücke verarbeiten, weil das kleine Gehirn so rasend schnell wächst oder? Luis ist dann immer etwas anhänglicher und quengeliger. Schreien ist zum Glück nicht oft in seinem Repertoire!!! Glück gehabt 😉 Aber egal wie welches Baby auf solche Wachstumsschübe reagiert, es kostet in jedem Fall viel Energie und erfordert eine hohe Dosis spezifischer Nährstoffe, die in optimaler Zusammensetzung in der Muttermilch stecken. Dass Stillen zudem auch noch das Immunsystem der Babys stärkt, habe ich in meinem Freundeskreis eindrucksvoll erfahren. Meine Freundin Sandra war zwei Wochen krank mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit – das volle Programm!! Und ihre Tochter Lotta hat rein gar nichts davon abbekommen! Man müsste sich diese Milch ein Leben lang konservieren können, hihi.

Worauf ich allerdings sehr gespannt bin, Stillen verringert auch Zahnfehlstellungen und fördert die Sprachentwicklung. Ob Luis bald anfängt MAMA zu sagen? ;-)))

Habt Ihr Euch eigentlich auch schonmal gefragt, ob Eurem Würmchen die Muttermilch nicht irgendwann mal zu langweilig wird? Witzig finde ich dazu ja die Erkenntnis, dass die Zusammensetzung der Milch sich im Verlauf einer einzelnen Mahlzeit verändert. Immer, wenn wir Muttis stillen, bekommt Mini sozusagen ein komplettes 3-Gänge-Menü: Eine durststillende Vorspeise, einen nahrhaften Hauptgang und eine sättigende Nachspeise. Am Ende der Stillmahlzeit hat die Muttermilch dabei den höchsten Fettgehalt. Scheint ja durchaus abwechslungsreich zu sein 😉

Und dann sind darin auch noch unverdauliche Kohlenhydrate, also Ballaststoffe, enthalten, die den Aufbau einer gesunden Darmflora fördern. Aber alle Mamis, die nicht stillen können, sollen auf keinen Fall nervös werden. Zum Glück gibt es ja gute Säuglingsnahrungen. Die Milupa-Nahrungen haben zum Beispiel auch diese Ballaststoffe und weitere wichtige Inhaltsstoffe. Das nächste mal berichte ich über Erfahrungen meiner Mutti-Freundinnen die schon in der Flaschen- und Beikostphase sind. Ich hatte eine sehr amüsante Unterhaltung im Café 😉

So, Luis hat ganz brav bis jetzt geschlummert und fordert nun meine Aufmerksamkeit.

Freu mich wieder auf Eure Erfahrungen und bin gespannt, ob Ihr auch so begeistert seid von diesen Muttermilch-Funktionen!

Liebe Grüße, Eure Miriam.

4 Comments on “Die Milch macht´s…”

  1. Das war ein sehr schöner und Aufklärungsreicher Beitrag👍 Viel freude noch mit dem kleinen sonnenschein. Und ach ja , warte mal ab bis die Zähne kommen da ist ein Wachstumsschub ein klacks😉

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  2. Hallo Miriam
    Seit dem ende meiner schwangerschaft verfolge ich neugierig deine beitrage. Da ich genau wie du zum ersten mal mutter geworden bin. Und man super von den erzahlungen anderere dazu lernen kann. Mittlerweile ist meine tochter zwei monate alt. Die zeit vergeht wieim flug. Diesen beitrag finde ich sehr interessant und auch super das du 6nonate stillen mochtest. Ich habe leider das pech kaum bzw fast gar keine milch zu haben. Ibwohl ich alles probiert habe. Hast du etwas unternommen um die milch anzuregen? Ich freue mich sehr wenn du antworten wurdest. Da du sehr sympatisch bist. Viele grusse

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    • Hi Jessi, ich hatte das Glück dass es mit viel trinken und Fencheltee geklappt hat. Zudem gibt es auch sogenannte Still-Öle, die die Durchblutung anregen…Drücke die Daumen!!!

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