Möhrchenalarm!!

Es ist soweit! Luis hat so ein großes Interesse am Essen, wenn wir am Tisch sitzen, dass ich ihm mal pürierte Bio-Möhrchen angeboten habe, um zu schauen was passiert.. Meine Hebamme Lisa hat mich vorbereitet und gesagt, wenn Luis direkt drei Löffel isst, dann ist das schon ein großer Erfolg. Wenn er eine Woche lang den Gemüsebrei verweigert, dann soll ich es erst einmal hinten anstellen und in zwei Wochen wieder versuchen. Ich war ja schon sehr gespannt, ob unser interessiertes Kerlchen auch Möhrchen vom Löffel spannend findet. Mein Mann hat Luis auf seinen Schoß am Esstisch gesetzt und ich habe den ersten Löffel an Luis‘ Schnütchen gehalten. Und tatsächlich, der Mund ging auf und Luis schmatzte auf seiner ersten festen Nahrung ‚rum. Vier Löffel haben wir geschafft, dann hatte er keine Lust mehr. Ich war ja schon irgendwie stolz, dass es direkt beim ersten Versuch geklappt hat. Witzig, worüber man sich als Mama plötzlich total freuen kann 🙂

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Ab der 17. Lebenswoche kann man grundsätzlich bei Interesse des Babys mit der Beikost beginnen, spätestens aber mit der 26. Woche. Ab dann reicht die Muttermilch alleine nicht mehr aus, um den Nährstoff- und Energiebedarf der aktiven Würmchen zu decken. Drehen, Rollen, Robben, Hochziehen, Brabbeln sind ja auch ziemlich anstrengend und kosten Kraft und Energie. Ich hab‘ mich immer gefragt, wie man merkt, ob das Baby bereit ist für die Beikost. Aber als ich die klaren Zeichen von Luis gesehen habe, wie er meinen Mann und mich beim Essen beobachtet, seine Hände zum Mund wandern und er dabei Schmatzgeräusche macht, wusste ich, er will auch was haben. Seid Ihr auch bei Brei und wie läuft es? Luis bekommt zusätzlich natürlich auch noch Muttermilch. So lange, bis er wirklich satt wird von der Beikost. Mütter, die nicht stillen oder früher aufgehört haben, füttern dafür ab jetzt Folgemilch, die auf den höheren Energiebedarf abgestimmt ist. Mich haben viele Mamas schon vorgewarnt, dass vor allem Möhrchenbrei eine ziemliche Schweinerei ist und ja, ich kann es bestätigen, das Zeug hängt wirklich überall!! Zum Glück gibt es Einmal-Lätzchen, sonst bin ich ja nur noch am Waschen. Oder wie macht Ihr das? Habt Ihr einen Tipp, wie man schonend Gemüseflecken aus Babyklamotten ‚raus bekommt?

Das Ziel ist bei der Mittagsbeikost ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Bei Fleisch sind wir noch nicht angekommen, das sollte man erst ausprobieren, wenn Gemüse und Kartoffeln voll akzeptiert werden. Was für Fleisch nehmt Ihr denn am Liebsten und mit welchem Gemüse mixt Ihr das? Ich habe bislang Möhre, Kartoffel, Süsskartoffel, Pastinake und Zucchini auspobiert. Letzteres kam bei Luis nicht so wahnsinnig gut an…aber ich versuche es nochmal. Übrigens sollte man mit Löffeln vorsichtig sein beim Füttern, wenn sich erste Zähnchen ankündigen. Das kann schmerzhaft für die kleinen Gaumen sein.

Der nächste Schritt ist dann der Abendbrei aus Getreide und Milch. Und danach steht der Nachmittagssnack, der Obstbrei, an. Jetzt bin ich etwas in die Zwickmühle geraten. Als ich mich gestern mit meiner Mutti-Freundinnen-Krabbelgruppe getroffen habe und Irene ihren Moritz mit so einem Obstbrei fütterte, machte Luis plötzlich ganz große Augen und fing an zu schmatzen. Wir mussten lachen und alle waren sich einig, Luis will das auch. Also hat Moritz seinem kleinen Kumpel Luis was übrig gelassen und zum Probieren angeboten, hihi. Und Zack, Mündchen ging auf und der restliche Obstbrei verschwand Löffel für Löffel. Naja, wenn Luis so ein Interesse und Spaß an Obst hat, dann gebe ich ihm das auch und ändere eben ein bisschen die Reihenfolge. Das Baby gibt den Takt vor oder wie heißt es so schön? 🙂 Natürlich muss man trotzdem aufpassen, dass die Verdauung auch gut klappt und man den kleinen Magen-Darmtrakt nicht überfordert. Bei uns funktioniert alles einwandfrei 😉 Welches Obst essen eure Kleinen denn am Liebsten? Kauft ihr das auf dem Markt oder gebt ihr es im Gläschen?

Sehr passend war das Geschenk meiner lieben Moderations-Kollegin Katja Burkard, als ich diese Woche die Punkt12-Redaktion besucht habe mit Luis.

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Sie hat uns ihr zweites selbst geschriebenes Kinderbuch über Prinz Grünigitt geschenkt. Darin geht es um kleine Gemüsemuffel. Bis jetzt gehört Luis noch nicht dazu, aber wer weiß, ob man sich irgendwann in dem Prinzen Grünigitt wieder erkennt. Zum Glück habe ich als Kind fast alles gern gegessen, was meine Mutter gekocht hat. Ich hoffe sehr, dass Luis auch so pflegeleicht wird und bleibt…

Freu mich wie immer auf Eure Berichte und Erfahrungen und sende liebe Möhrchengrüße,

Eure Miriam.

9 Comments on “Möhrchenalarm!!”

  1. Hallo Miriam,
    also wir haben die Breiphase so gut wie übersprungen 🙂 Meine Maus hatte erst kein Interesse an der Beikost und da unsere Ärztin wär da zum Glück auch relaxt und meinte, wenn sie so weit ist, dann wird sie auch essen. Ende vom Lied: 9,5 Monate voll gestillt, dann ca. 3 Wochen Gläschen zum Mittag (da sie keinen selbstgemachten Brei wollte 😦 ), zum Frühstück und abends noch Muttermilch und Fingerfood und danach gleich am Familientisch mitgegessen. Unsere Ärztin meinte immer sie gedeiht prächtig und holt sich das was sie braucht. Anfangs habe ich mir aber auch oft einen Kopf gemacht mit den Breien, und den Abläufen welcher wann eingeführt werden soll. Aber man sollte sich wirklich vom Kind leiten lassen. 🙂 LG Claudi

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    • Hi Claudi, das ist ja lustig. Sie wollte einfach sofort wie die Großen essen;-) Ich habe Gläschen noch gar nicht ausprobiert weil Luis den selbstgekochten Brei zum Glück isst, aber ich probiere das für unterwegs mal aus. Weiterhin viel Erfolg am Esstisch und Danke für Deine Erfahrung;-)

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      • Bei uns war es umgekehrt. Meine 3 Kids mochten Gläschen so gar nicht. Lieber von Mami selbstgekochten Brei 😊
        Hab immer einen großen Pott gekocht und es portionsweise eingefroren. War super praktisch.
        Obstgläschen oder Abendbrei ging auch mal aus dem Gläschen, aber selber gekocht kam besser an.

        Heute sind die Jungs 12 Jahre und 8 Jahre und die Tochter knapp 6 Jahre. Und alle 3 essen noch immer gern Gemüse – zwar nicht alles gern, aber wir mögen ja auch nicht alles 😏

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      • Hi Yvonne, habe auch das Gefühl, dass Luis lieber selbst Gekochtes mag..Vielleicht mische ich mal Gläschen und Frisches, damit ich nicht jeden Tag komplett kochen muss 😉

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  2. Hallo Miriam, meine Tochter war wie Luis. Sie hat eigentlich am liebsten nur Karottenbrei gegessen, die anderen Gemüsebrei weniger gemocht. Leider bekam sie durch den Karottenbrei leicht Verstopfung. Meine Hebamme gab mir dann den Tipp, die weniger geliebten warmen Gemüsebreichen mit 1-2 Löffel Obstbrei zu mischen und so aß sie dann auch Zuchini und Pastinakenbrei sehr gern.

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    • Hi Caro, wie lustig. Eben in einem Babykurs hat mir eine Mama den selben Tipp gegeben. Hatte heute Kürbis mit Süßkartoffel versucht, aber das kam nicht so gut an. Mit ein paar Löffel Bio-Birne aus dem Glas ging es deutlich besser;-)

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  3. Pfui, ich habe alle Brei als Kind gehasst (egal welche Sorte). Meine Mama hat mit mal erzählt, ich habe ihn immer im Raum umeinander gespuckt und manchmal auch gleich in ihr Gesicht 😦 Irgendwann hat sie dann aufgehört mir Brei zu geben und hat mir stattdessen Semmelknödel mit Soße gekocht, die ich geliebt habe. 🙂
    Unser Baby ist noch sehr klein, aber ich hoffe, es klappt bei Rosalie besser.

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  4. Liebe Miriam,

    zufällig bin ich gerade auf deinen Blog gestoßen. Mein Sohn ist bereits sechs Jahre alt und feiert morgen seinen KiTa-Abschied. Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist!

    Obst- und Gemüseflecken bekommst du am Besten aus der Kleidung heraus indem du diese in die Sonne hängst. Die UV-Strahlung bleicht die meisten Flecken aus. Wie gut, dass wir gerade Sommer haben … auch wenn der sich erst einmal finden muss 🙂

    Viele Grüße,
    Carlea

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  5. Hallo Miriam,
    Also bei uns war auch ganz klar am Futterneid erkennbar, die Maus will Brei und siehe da nach den anfänglichen paar Loeffeln war es ratz fatz eine gute satt machende Portion. Das Obst hinterher ist natuerlich die Kroenung 😉
    Die netten Flecken bekomm ich sehr gut in der Sonne raus, zum Glueck ist die ja seit gestern zurück gekehrt.
    Paula liebt mittlerweile Kohlrabi mit Suesskartoffel.
    Für die lieben kleinen Darmprobleme habe ich zum Beginn immer einen Schuss Bio Birnensaft untergemischt, das hat super funktioniert.
    Und Zucchini war bei uns auch absolut kein Rennen.
    Ich hab’s ja nicht gedacht aber man bekommt von den kleinen gute Anzeichen an denen erkennbar ist das sie bereit für neues und mehr sind. Ich hab mittlerweile abgestillt und vor einer Woche verweigerte Paula die Nachmittagsflasche. Drei Tage hab ich mir den Kopf zerbrochen. Also gabs stattdessen mal Frucht Getreidebrei, das hättest du mal sehen sollen, ich kam mit dem Loeffeln kaum hinterher.
    Um mir das Leben mit Brei zu vereinfachen koche ich meist für zwei Wochen im Voraus und friere die Portionen ein. Das find ich echt einfach und nicht so aufwendig.
    Lieben Gruß und ein sonniges WE
    Steffi

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